Kongress 2026: Inklusion, Handeln und Lebensfreude

August 23, 2026


Für diese 25. Ausgabe hat sich FoRom écoute entschieden, die Stimme der Betroffenen in den Mittelpunkt des Austauschs zu stellen. Der traditionelle Kongress verwandelte sich in ein lebendiges Ideenlabor, in dem individuelle Erfahrungen zu einer kollektiven Ressource wurden und eine spürbare Energie entfachten. Ein Rückblick auf einen Tag, an dem Inklusion gelebt, geteilt und gefeiert wurde.

Rund hundert Menschen mit Hörbeeinträchtigung trafen sich am 30. Mai zum Jahreskongress von FoRom écoute. Die Losung? Eine echte, konkrete Inklusion, die überall gelebt werden muss: im sozialen, familiären, beruflichen, kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Leben.

Mehr Erfahrungsberichte, mehr Handlungsmacht

Wie Laurent Huguenin in seiner Begrüßungsrede betonte: «Unsere Aufgabe ist es nicht, an eurer Stelle zu handeln, sondern euch Werkzeuge, Orientierung und vor allem die Möglichkeit zu geben, die Kontrolle über euren eigenen Weg zurückzugewinnen.»

Um diese Vision in die Tat umzusetzen, räumte das Format 2026 den Erfahrungsberichten von Menschen mit Hörbeeinträchtigung einen wichtigen Platz ein. Statt sich auf Schwierigkeiten zu konzentrieren, wurden diese Beiträge als Hebel zum Handeln konzipiert. Von Anne und Sylviane, die ihren Weg zur Akzeptanz und ihre in Stärke verwandelte «Überanpassung» teilten, über Jean-Bernard, Pionier des Vereins- und beruflichen Engagements, bis hin zu den späten, aber erhellenden Erkenntnissen von Marlène und Caroline: Jede Geschichte war ein Beweis dafür, dass es möglich ist, «die Macht über das eigene Leben zurückzuerobern».

Die Kreuzinterviews ermöglichten es, Generationen und Lebenswege einander gegenüberzustellen, wodurch praktische Ratschläge entstanden: den Mut haben, um Anpassungen zu bitten, den richtigen Hörgeräteakustiker wählen, Technologie nutzen (wie Auracast, das während des Kongresses live unter der Aufsicht unserer beratenden Hörgeräteakustikerin ausprobiert wurde) oder schlicht die eigene Beeinträchtigung sichtbar zu machen, mit entsprechenden Accessoires.

Eine einzigartige Chemie, um über Philosophie zu sprechen

Inklusion beschränkt sich natürlich nicht nur auf Hilfsmittel. Sie hängt auch vom Blick der anderen und von der Arbeit an sich selbst ab. Um diese Dimension anzusprechen, überraschte uns der Philosoph und Schriftsteller Alexandre Jollien, indem er die Bühne mit Bernard Campan teilte, dem Schauspieler und Freund, mit dem er den Film Presque gedreht hat.

Die beiden Weggefährten führten einen zugleich tiefgründigen und lebendigen Dialog, gespickt mit Anekdoten und Humor, um zu zeigen, wie man «zu sich selbst wird» und die eigene Andersartigkeit in eine verbindende Stärke verwandelt. Dieses unerwartete Duo verkörperte den Geist des Tages: eine fröhliche und geteilte Inklusion.

Eine Energie, die in die Zukunft trägt

Die ersten Rückmeldungen waren einhellig: Das Ziel wurde erreicht. Die Teilnehmenden nahmen eine neue Inspiration mit nach Hause. «Ein großes Dankeschön für diesen erlebnisreichen Tag!», rief eine der Teilnehmerinnen aus, die bei den Panels das Wort ergriffen hatte. Eine andere Teilnehmerin ergänzt: «Die Erfahrungen und der Austausch waren reichhaltig und relevant. Ich habe die Teilnahme sehr genossen.»

Auch Emotionen kamen nicht zu kurz: «Ich habe beim Zuhören dieser bewegenden Erfahrungsberichte und der wertvollen Worte unseres Nationalphilosophen ganz unterschiedliche und vielfältige Gefühle empfunden. Nochmals vielen Dank für die Organisation dieser schönen Begegnung.»

Weiterführende Infos und ein Wiedersehen im nächsten Jahr

Für alle, die diese Momente noch einmal erleben oder die Beiträge mit ihrem Umfeld teilen möchten: Die Videos des Kongresses werden in Kürze auf dem YouTube-Kanal von FoRom écoute veröffentlicht.

Notiere dir schon jetzt den Termin unseres nächsten großen Treffens: Der 26. Jahreskongress von FoRom écoute findet am Samstag, 29. Mai 2027, in Lausanne statt.

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Foto: Sebastien Monachon

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