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Tinnitus

Er beeinträchtigt die Lebensqualität. Es handelt sich nicht um Halluzinationen. Und es gibt Hilfsangebote.

Ein Geräusch, das nur du hörst.

Es gibt zwei Arten von Tinnitus: den objektiven (vom Arzt mit dem Stethoskop feststellbar und oft mit Gefäßfehlbildungen verbunden, in der Regel heilbar) und den subjektiven, der die große Mehrheit ausmacht und nur von der betroffenen Person gehört wird. Diese Geräusche äußern sich oft wie alltägliche Klänge: Summen, Pfeifen, Zischen, Motorenbrummen usw. und können in Intensität, Dauer und Frequenz variieren sowie je nach Person unterschiedliche Folgen haben – von bloßer Belästigung bis zu ständiger Beeinträchtigung, die den Alltag erschwert.

Tinnitus kann die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen (Einschlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten) und Angstzustände auslösen, die bis zur Depression führen können. Tinnitus ist keine akustische Halluzination.

Ursachen von Tinnitus

Er kann psychologischer, somatischer oder neurologischer Natur sein und seinen Ursprung in den Hörbahnen haben oder die Folge eines Lärmtraumas (Innenohr) sein.

Tinnitus ist eine zunehmend verbreitete Realität, die dennoch noch nicht heilbar ist. Man schätzt, dass etwa 20 % der Bevölkerung an Tinnitus leiden.

Was tun?

Derzeit gibt es keine Behandlung mit anerkannter Wirksamkeit. Tinnitus nimmt mit der Zeit tendenziell ab, durch einen Prozess der Distanzierung und Gewöhnung der betroffenen Person. Generell bestätigen Personen, denen es gelungen ist, sich an ihren Tinnitus zu gewöhnen, dass ihnen das Wissen, dass nichts dagegen zu tun ist, sehr geholfen hat…

Verschiedene Methoden können jedoch erprobt werden, um das Leiden zu lindern:

1) Tinnitus*-Retraining-Therapie (TRT) (Gewöhnungstherapie): Diese Methode erfordert einen großen persönlichen und finanziellen Aufwand und kombiniert das Tragen eines Geräts, das „weisses“ Rauschen (in Form von Zischlauten) erzeugt, mit einer psychologischen Therapie und Entspannungsübungen. (* Tinnitus ist das deutsche bzw. englische Wort für Ohrgeräusch)

​2) Geräuschtherapie: Vermeidung von Stille oder tägliches freiwilliges Hören von weißem oder individuell angepasstem Rauschen, mit oder ohne Hörgeräte.

3) Kognitive Verhaltenstherapie: Ziel ist es, der betroffenen Person in wenigen Sitzungen und mit vielen Entspannungsübungen zu ermöglichen, ihren Tinnitus nicht mehr mit Leiden, sondern mit etwas Positivem zu verbinden und ihn so unschädlich zu machen.

​4) Weitere Techniken : Entspannung, Sophrologie, Hypnose, Akupunktur, Qi Gong, Eutonie und die „Feldenkrais-Methode“ usw.

​5) Gesprächsgruppe zum Thema Tinnitus: Seit September 2014 bietet die Fondation Audition Suisse eine Gesprächsgruppe zum Thema Tinnitus an. Die Aktivitäten der Gruppe beginnen erst, wenn genügend Anmeldungen vorliegen.

​Eine psychologische Begleitung wird ebenfalls oft empfohlen.

​Tinnitus geht häufig mit Beschwerden wie Bluthochdruck, Stoffwechsel- oder Hormonstörungen, Stress, Angstzuständen, Depressionen usw. einher.
Auch diese Beschwerden müssen behandelt werden.

​Kurzbeitrag des RTS zu diesem Thema (auf Französisch): J'ai pas l'air malade mais... je souffre d'acouphènes

Arten und Auswirkungen

Objektiver Tinnitus

Vom Arzt mit dem Stethoskop feststellbar. Oft mit Gefäßfehlbildungen verbunden. In der Regel heilbar.

Subjektiver Tinnitus

Die große Mehrheit. Nur von der betroffenen Person gehört. Summen, Pfeifen, Zischen, Brummen.

Auswirkungen auf das Leben

Einschlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten, Angstzustände, Depressionsrisiko. Können in Intensität und Häufigkeit variieren.

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