Derzeit gibt es keine Behandlung mit anerkannter Wirksamkeit. Tinnitus nimmt mit der Zeit tendenziell ab, durch einen Prozess der Distanzierung und Gewöhnung der betroffenen Person. Generell bestätigen Personen, denen es gelungen ist, sich an ihren Tinnitus zu gewöhnen, dass ihnen das Wissen, dass nichts dagegen zu tun ist, sehr geholfen hat…
Verschiedene Methoden können jedoch erprobt werden, um das Leiden zu lindern:
1) Tinnitus*-Retraining-Therapie (TRT) (Gewöhnungstherapie): Diese Methode erfordert einen großen persönlichen und finanziellen Aufwand und kombiniert das Tragen eines Geräts, das „weisses“ Rauschen (in Form von Zischlauten) erzeugt, mit einer psychologischen Therapie und Entspannungsübungen. (* Tinnitus ist das deutsche bzw. englische Wort für Ohrgeräusch)
2) Geräuschtherapie: Vermeidung von Stille oder tägliches freiwilliges Hören von weißem oder individuell angepasstem Rauschen, mit oder ohne Hörgeräte.
3) Kognitive Verhaltenstherapie: Ziel ist es, der betroffenen Person in wenigen Sitzungen und mit vielen Entspannungsübungen zu ermöglichen, ihren Tinnitus nicht mehr mit Leiden, sondern mit etwas Positivem zu verbinden und ihn so unschädlich zu machen.
4) Weitere Techniken : Entspannung, Sophrologie, Hypnose, Akupunktur, Qi Gong, Eutonie und die „Feldenkrais-Methode“ usw.
5) Gesprächsgruppe zum Thema Tinnitus: Seit September 2014 bietet die Fondation Audition Suisse eine Gesprächsgruppe zum Thema Tinnitus an. Die Aktivitäten der Gruppe beginnen erst, wenn genügend Anmeldungen vorliegen.
Eine psychologische Begleitung wird ebenfalls oft empfohlen.
Tinnitus geht häufig mit Beschwerden wie Bluthochdruck, Stoffwechsel- oder Hormonstörungen, Stress, Angstzuständen, Depressionen usw. einher.
Auch diese Beschwerden müssen behandelt werden.
Kurzbeitrag des RTS zu diesem Thema (auf Französisch):
J'ai pas l'air malade mais... je souffre d'acouphènes